Pelletsofen in Betrieb – Heizsaison beginnt

restarbeiten_101124_800_022 Am vergangenen Dienstag, dem 08.11. war es nun soweit. Unser Pelletsofen ist in dieser Heizsaison zum ersten Mal angesprungen. Die letzten Sonnentage in den vergangenen Wochen waren glücklicherweise so gut verteilt, dass wir unseren Energiebedarf für Warmwasser und Heizen über die Solaranlage decken konnten.

Die Nachheizregister der Lüftungsanlage waren in der Hauptwohnung bisher noch nicht nötig, lediglich in der mit Südfenstern stiefmütterlich ausgestatteten Einliegerwohnung waren sie schon seit Anfang November in Betrieb.

Trotz allem mussten wir noch nicht frieren. Bisher liegt die Raumtemperatur auch ohne allem Zutun bei 22-23°C und sinkt auch mal morgens auf 21°C ab. In den Schlafräumen ist es leicht kühler aber nicht unangenehm.

Die nächsten Tage werden noch Mal spannend. Es ist Sonnenschein bei 1°C in der Nacht  bis 10-12°C am Tag angesagt. Mal schauen, ob der Ofen seinen Dienst nochmal eine Weile aussetzen kann.

Unabhängig davon sind wir gewappnet und bei einem Verbrauch bisher von etwa 3 kg Pellets (plus der Energie für die Solaranlage) sehen wir der kalten Jahreszeit recht gelassen entgegen.

Tags: , , , , , , ,

Von Schuppen und Zäunen

Neben den bereits berichteten Ereignissen gab es in den letzten Monaten doch die ein oder andere Neuerung , so dass sie sich – gesammelt – für einen kleinen Artikel gespickt mit Bildern eignet.

So hat unser Gartenbauer Herr Büscher die Leistungen Kantenstein an der Grenze und Zaun linke Seite vorgezogen.

Auf unserer rechten Seite, der Carportseite wurde die Grenze mit Hilfe von L-Steinen nachgezogen.  Da unser Nachbar mit einem Beet angrenzte und wir daher keine Betonstütze anbringen konnten, war der einfachste Weg, kleine L-Steine zu setzen.

Auf der linken Seite ist nun endlich der Zaun und das zweiflüglige Tor montiert worden.  Somit ist nun der Garten ringsherum eingegrenzt und für alles unter 1,10 m Körpergröße erst einmal ausbruchssicher.

Unser Schuppen ist nun auch fertiggestellt. Das Familienprojekt mit eigener Planung  und Ausführung begann im Mai und ist dann nach und nach immer ein Stückchen weiter gebaut worden. Individuell, einzig und – so meine ich – auch gelungen. Hier noch einmal die Etappen des Baus:

 

Tags: , , ,

Noppenbahn – wie rum denn nun?

Letzte Woche haben wir den Spritzschutzstreifen vor dem Haus fertiggestellt. Vor dem Einfüllen des Splitts haben wir zum Schutz der Fassade eine Noppenfolie eingebaut. Nur wie herum gehört sie denn nun?

Zu den Gegebenheiten bei uns: Unser Wärmedämmverbundsystem besteht im unteren erdberührenden Bereich aus EPS-Dämmplatten. Im Bereich der Terrassen – dort wurde Schotter eingebaut und verdichtet – wurde die Folie mit den Noppen zur Wand eingebaut.

Nach ein wenig Recherche im Internet, besonders auf den Seiten des Bauexpertenforums, ist die Antwort: Es kommt darauf an! Was soll mit der Schicht bewirkt werden? Welche äußeren Einflüsse wirken auf die Schicht?

Beim Einsatz als Drainschicht könnte es sinnvoll sein, die Noppen zur Wand auszurichten.  Zu berücksichtigen wäre allerdings, ob durch Anfüllen Beschädigungen an der Hauswand durch die Noppen entstehen können. Als mechanischer Schutz beim Anfüllen ist es besser, die Noppen nach außen zu setzen, besonders wenn Gefahr besteht, dass die Fassade durch die Noppen eingedrückt werden könnte.

Bei unseren Bereichen, die mit Spritzschutzstreifen ausgestattet werden, dient die Folie zum Schutz der Fassade vor mechanischen Einwirkungen. Da der Splitt locker eingefüllt wird, ist die Ausrichtung wahrscheinlich egal. Zum besseren Schutz der EPS-Platten habe ich die Noppen nach außen liegend eingebaut.

Die Bereiche entlang der Wand, in denen Schotter eingebaut und verdichtet werden muss (also Pflaster und Terrasse), sind durch den Einbau horizontal  und durch das Verdichten vertikal belastet. Benötigt würde hier eigentlich eine Schutzfolie mit Gleitebene, so dass die EPS-Platten durch das Verdichten nicht abscheren also nach unten abreißen. Zur Erinnerung: Bei uns sind die Noppenfolien in diesen Bereichen mit den Noppen zur Wand eingebaut, so dass sie sich im schlimmsten Fall beim Einbau in die EPS-Platten gedrückt haben und diese beim Verdichten nach unten mitgezogen wurden. Gesehen haben wir noch keinen Schaden, aber genauer prüfen müssen wir das unbedingt noch.

Nun aber noch ein paar kommentierte Bilder zu unserem Spritzschutz vor dem Haus.

 

Tags: , ,

Erfahrungen mit … den Malern

Unser zweiter Teil der “Erfahrung mit …”-Serie beschäftigt sich mit unserem Maler. Die Erfahrungen, die wir gemacht haben sind subjektiv und spiegeln lediglich unsere Meinung wider. Kommentare sind erwünscht!

Immer mal wieder hört man auf den Baustellen: “Ein schlechter Elektriker kann immer noch ein guter Maler sein!”

Auf unsere Maler trifft das bei Weitem nicht zu und es würde ihnen nicht gerecht werden. Herr Wiedemann und seine Truppe aus Everswinkel gehören zu den am Bau beteiligten Firmen, die wir uneingeschränkt weiter empfehlen können. Der Umgang mit ihm war stets angenehm und er und seine Leute standen uns  immer mit Rat und Tat zur Seite.

Als wir uns auf der Suche nach einem geeigneten Fachbetrieb für die anstehenden Fassadenarbeiten und Malerarbeiten befanden, war sehr schnell klar, dass die Fassadenarbeiten an Herrn Wiedemann und seine Männer gehen würden. Die Referenzen waren ausnahmslos positiv und er konnte uns im Gespräch über die Art und Weise seines geplanten Putzaufbaus und des gewählten Materials überzeugen. Also entschieden wir uns für ihn. Frei nach dem Motto “Billig Bauen kann ich mir nicht leisten!” haben wir uns somit für das wirtschaftlichste und nicht das billigste Angebot entschieden. Gerade Fehler, die man an der Fassade macht, müssen später teuer bezahlt werden.

Als es dann etwas später um die Vergabe der Malerarbeiten im Haus ging, waren wir von der Qualität dieser Firma so überzeugt, dass wir eigentlich keine weiteren Experimente eingehen wollten. Wir waren zu sehr angefixt. Daher kam schon sehr bald keine andere Firma mehr in Betracht. Die Malerarbeiten einschließlich Spachteln in Q3 Qualität wurden also auch von Herrn Wiedemann und seinen Leuten ausgeführt.

Neben der gesamten Putzfassadengestaltung wurden Spachtelarbeiten – bis auf wenige Ausnahmen – im ganzen Haus ausgeführt. Im EG wurde zudem Malerflies verarbeitet und gestrichen. In den Bädern wurde tapeziert und gestrichen. Der größte Teil der Holzdecken wurde lasiert und unsere Stahlstütze lackiert.

Wir habe im OG gestrichen und durften für diese Arbeiten problemlos Leitern, Bohlen und anderes Werkzeug ausleihen. Auch die sinnlosesten Fragen wurden beantwortet (Was kommt zuerst? Acryl oder Farbe oder doch erst Klebeband und warum? Welches Klebeband? und, und, und …)

Hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung in Bildern der geleisteten Arbeiten.

Danke an den Malerbetrieb Fa. Wiedemann aus Everswinkel für die geleistete Arbeit. Wir stehen als Referenz gern für Sie zur Verfügung.

Tags: , , , , , ,

Ein Jahr im neuen Haus!

Heute ist es also soweit. Seit genau einem Jahr leben wir in unserem Passivhaus. Wenn man an die Anfänge zurückdenkt – kaum eine Tür war eingebaut, rings um das Haus nur Baustellen – dann hat sich im vergangenen Jahr so viel verändert. Sicherlich gibt es noch einige größere Posten auf der “Zu tun”-Liste.

So stehen noch die Pflasterarbeiten vor und neben dem Haus aus. Diese wollen wir im kommenden Jahr angehen. Vielleicht ist bis dahin auch schon eine Entscheidung über den Straßenendausbau gefallen, denn bisher haben wir nur eine Baustraße und die Höhenangaben der Gesellschaft, die das Neubaugebiet entwickelt, sind ausdrücklich nicht belastbar. Andere Angaben, etwa von der Stadt, sind nicht zu erhalten. Das Einfachste wäre also tatsächlich auf den Endausbau zu warten und anschließend zu pflastern, aber wer will schon jahrelang mit einem Schotterprovisorium in der Zufahrt leben?

Die weitere große Aufgabe ist der Ausbau des Dachgeschosses. Hier soll noch ein Zimmer mit eigenem Bad entstehen. Dieses Projekt ist allerdings langfristig angelegt und wird sicher noch 2 bis 3 Jahre benötigen. Es eilt auch derzeit nicht. Platz ist genug da.

Rechtzeitig zum Einjährigen hat sich nun auch ein netter Mitmensch dazu entschlossen, unsere Baumaßnahme durch das Bauordnungsamt überprüfen zu lassen. Scheinbar stört ihn das Haus als Ganzes und insbesondere die fehlende Verklinkerung. Dann ist es auch noch ein Holzständerhaus und auch noch passiv. Lauter neumodischer Kram! Über die wahren Beweggründe lässt sich allerdings nur spekulieren. Wir sind gesprächsbereit und vielleicht lässt sich die wahre Ursache für den Groll identifizieren. Das heißt nun für uns, dass in den nächsten Tagen eine Dame des Bauordnungsamtes das corpus delicti in Augenschein nimmt und beurteilt, ob es den Baunormen entspricht. Derzeit sind wir allerdings noch recht gelassen, da wir uns nach bestem Wissen und Gewissen nichts vorzuwerfen haben.

Wir werden berichten.

Zum Abschluss noch ein paar aktuelle Bilder.

Tags: , , , , ,

Erfahrungen mit … der offenen Dusche und dem Bad

Hier also der erste Teil unserer “Erfahrung mit …”-Serie.

Nach nunmehr einem Jahr der Nutzung lässt sich über unser Bad und insbesondere über unsere offene Dusche recht fundiert berichten.

Zunächst einmal die Nebenkriegsschauplätze:

Die zwei Waschbecken haben sich voll bezahlt gemacht. Wenn wir morgens alle im Bad sind, dann entspannen sie die Situation merklich. Unser Model – Keramag Renova Nr. 1 Plan – haben wir mit einer Größe von 65 cm x 48 cm allerdings doch zu groß gewählt. Ohne Auswirkung auf die Nutzung hätte hier auch die Größe 55 x 44 gereicht und uns hätte es mehr Bewegungsfreiheit gebracht. Gegenüber liegt nähmlich die Trennwand der offenen Dusche und der Durchgang ist gerade bei dem morgendlichen Gewusel doch ein wenig eng.

Über die Lage der Sechseckbadewanne und der Toilette kann man nicht klagen. Die Toilette ist durch die Dusche abgeschirmt und man sitzt nicht so offen im Raum.

Der Knaller ist der Wäscheschacht. Darauf würden wir auf keinen Fall verzichten wollen. Wenn Ihr diesen Wunsch hegt, dann lasst ihn Euch nur nicht ausreden. Der Schacht ist so unfassbar praktisch. Eben noch die Handtücher vom Wickeltisch und zusammen mit der Unterwäsche und den Waschlappen direkt beseitigt. Ab in den Schacht und guten Flug in die Waschküche! Das Fallror selbst hat einen 300 mm Durchmesser, der Abzweig zum Badezimmer kommt mit 250 mm bei einer Neigung von 45° aus. Das reicht locker für eine Jeanshose.

Die Königin unseres Badezimmers ist allerdings die begehbare offene Dusche. Sie ist 1 m breit und bis zum seitlichen Eingang 1,6 m tief.  Die Trennwand ist nicht bis zur Decke gezogen, so dass auch hier ein Luftaustausch und ein Feuchtetransport gewährleistet bleibt. Die Tiefe von 1,6 m reicht aus, um beim Duschen nicht das gesamte Bad unter Wasser zu setzen. Es ist morgens immer wieder ein schönes Gefühl, unter die Dusche zu steigen. Eines haben wir allerdings bei der ganzen Planung nicht bedacht. Die durch das warme Wasser angefachte Luftzirkulation lässt den Duschenden doch sehr frösteln. Ein Effekt, den wir völlig unterschätzt haben.  Die Lösung des Problems war dann allerdings wieder recht simpel. Wir haben einen einfachen Duschvorhang auf Höhe des Eingangs angebracht. So weit weg, dass der Vorhang nicht duch den Luftzug bis zum Duschenden reicht und immer noch genügend Platz bleibt. Vielleicht setzten wir irgenwann einmal eine Glastür in den Eingang, bis dahin sind wir mit unserer Lösung sehr zufrieden.

Zum Thema Pflege:  Da unsere offene Dusche keine Glaswände hat, sondern nur geflieste Exemplare aufweist, entfällt auch der erhöhte Putzaufwand. Lediglich auf  einen Abzieher für den Boden wollten wir nicht verzichten. Somit kann schnell das Wasser im gesamten Bereich der Dusche zum Ablauf  geschoben werden. Die Dusche trocknet schneller und die Hoffnung ist, dass das Wasser dadurch keine Zeit bekommt, sich eine Weg durch die Fliesen und die Dichtung in den Rohboden zu suchen.

Fazit: Wenn wir das Bad noch einmal planen würden, dann wären die Waschbecken etwas kleiner, der Durchgang hinter den Waschbecken etwas größer und die offene Dusche würde direkt einen Luftstopper bekommen. Ansonsten würden wir es in etwa so wieder machen.

Zur Veranschaulichung sind hier noch drei Bilder aus der Bauphase. Aktuelle Bilder gibt es, sobald das Bad wieder aufgeräumt ist.

Tags: , , , ,

Erfahrungen mit …

Derzeit gibt es nicht viel Schreibenswertes um damit einen neuen Artikel zu beginnen. Die Baustellen im Haus sind bis auf kleine Schönheitsarbeiten abgeschlossen oder stehen derzeit nicht akut an. Im Garten fehlt uns nur noch die Fertigstellung des Fahrradschuppens und die neben und vor dem Haus geplanten Pflasterarbeiten werden wohl noch zumindest bis in den Herbst oder Frühjahr nächsten Jahres aufgeschoben. 

Zeit also, um sich mal kurz zurückzulehnen und nach nunmehr einem Jahr im neuen Haus eine neue Artikelserie “Erfahrungen mit …” zu starten. Hier soll in unregelmäßigen Abständen über unsere Erlebnisse und Erkenntnisse sowohl mit den am Bau Beteiligten als auch mit der eingebauten Haustechnik, dem Verbrauch und über die grundsätzliche Entscheidung für ein Passivhaus berichtet werden. Bisher ist etwa geplant, über unsere Erfahrungen mit der Lüftungsanlage, der begehbaren Dusche, dem Pelletsofen, der Frischwasserstation, dem Schallschutz im Holzhaus, den Fliesenlegearbeiten und dem Bauablauf insgesamt zu berichten.

Natürlich lade ich auch alle Leser und Bauwillige (besonders die, die ein Passivhaus bauen wollen) ein, sich direkt an uns zu wenden, wenn sie unsere Meinung zu unseren Baupartnern erfahren möchten oder Hinweise auf die eine oder andere Bauweise benötigen. Dies geht meist am besten im direkten Gespräch. Also, bitte melden oder mitteilen, was besonders interessiert. Hierzu einfach auf die Kommentarfunktion drücken.

Tags: , , ,