Unser Haus
…so soll es werden
Derzeit stellen wir mit unserem Architekten die Grundrisse auf. Daher können wir hier noch nicht so viele Details beschreiben.
Die Eckpunkte stehen jedoch schon fest. Es soll ein freistehendes Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung (ELW) in Passivhausbauweise werden. Die ELW wird sich vollständig im EG befinden, so dass der Raum für das Treppenhaus gespart werden kann und – vor allem – die Wohnung möglichst altersgerecht ist.
Der anfangs mal angedachte Keller ist zu Gunsten einer großzügigeren Grundfläche ziemlich früh in der Planungsphase gestrichen worden. Gründe hierfür sind nicht nur die Mehrkosten. Auch andere Punkte sprachen aus unserer Sicht dagegen:
- Der Zugang im Haus (innerhalb der thermischen Hülle) schied auf Grund der Mehrkosten und der potentiellen Schwachstellen aus.
- Ein einziger Außenzugang wäre unpraktisch gewesen. Um vom Garten in den Keller (z.B. in die Werkstatt) zu kommen, hätte man ums Haus laufen müssen. Mehrere Zugänge wären teuer, Platz würde an den schmalen Seiten oder an der Terrasse verloren gehen und stellen potentielle Schwachstellen in der Gebäudehülle dar.
- Der Grundwasserspiegel ist recht hoch, so dass man – auch bei guter Ausführung – sich nicht darauf verlassen kann, dass man nicht in 20 oder 30 Jahren den Keller ausgraben und neu abdichten muss.
- Um die Kellerräume als Büro oder Speicher nutzen zu können, muss man - da nicht in der thermischen Hülle und nicht durch die Wohnraumlüftung mitversorgt – eine zusätzliche Zwangsbelüftung vorsehen, da es sonst zu Feuchteschäden (vor allem im Sommer) kommen kann.
- Die Ebenerdigkeit der ELW wäre nicht mehr gegeben, wenn hierbei Lagerraum im Keller vorgesehen wäre.
Natürlich gibt es genauso viele Gründe für einen Keller, auch für uns. Gern hätten wir zusätzlichen Raum für Hobbys, als Partykeller oder als zusätzlichen Schlafraum. Wir haben uns jedoch schlussendlich dagegen entschieden.
Das Haus wird in seiner Form sehr kompakt gehalten. Auf Vorsprünge, Erker, Dachgauben oder Vorbauten werden wir größtenteils verzichten. Gerade die Dachaufbauten sind konstruktive Schwachstellen in der Außenhaut, die zeit-, kosten- und wartungsintensiv sind und in sich ein hohes Schadenspotential durch Undichtigkeiten und Wärmebrücken bergen. Unsere gestalterischen Möglichkeiten beschränken sich somit auf die Fassade, die Fensterart und -anordnung, die Nebengebäude (Garage, Schuppen, Carport) und die Dachhaut.
Der Gestaltung des Dachs ist durch den strengen B-Plan enge Grenzen gesetzt.
- Der Giebel läuft in West-Ost-Richtung
- Dachform ist ausschließlich Satteldach (auch kein versetztes Pultdach)
- Dachneigung 39° bis 45°
- Dachaubauten max. 2 m breit, min. 1,5 m Abstand zwischen den Aufbauten
- Dachaufbauten auf max. 30 % der Wandlänge
- Traufhöhe max. 4 m
- Firsthöhe max. 9,5 m
Bei einer Baufeldbreite von 10,75 m könnte man also 3,24 m an Gauben bauen. Berücksichtigt man die Dämmung der Seitenwand, bleibt eine max. Fensterbreite von 1 m für die erste Gaube! Sollen die 3,24 m komplett genutzt werden, kann man eine 2 m-Gaube und eine 1,24 m- Gaube bauen oder zwei 1,62 m-Gauben mit einer Fensterbreit von je 65 cm. Bedenkt man die kostruktiven Anforderungen an die Dämmung und Dichtheit, lohnt sich das ganze überhaupt nicht. Zumal diese Gauben auf der bis zu 5,5 m hohen und 11 bis 12 m breiten Dachhaut schnell etwas verloren wirken können.
Die Aufteilung der Räume erfolgt klassisch: Oben Schlafen, unten Wohnen. Wobei es doch die eine oder andere Besonderheit gibt. So haben wir uns etwa entschieden, den Bereich „Fernsehzimmer/Couch“ ins OG zu legen. Somit haben wir als zentrale Stelle im Haus einen großen Ess-/Wohnbereich mit weiteren Sitzecken. Angeschlossen ist eine (relativ) offene Küche, die sowohl den Blick in den Ess-/Wohnbereich als auch in den Garten ermöglicht. Im OG ist ein kleines Fernsehzimmer vorgesehen. Klar ist aber auch, dass wir im Ess-/Wohnbereich noch eine Möglichkeit für einem Flachbildschirm schaffen wollen, um beispielsweise in geselliger Runde die nächste Fußballweltmeisterschaft zu verfolgen.
Die nach Süden ausgerichtete Terrasse werden wir mit einer Pergola vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen. Wahrscheinlich werden wir hierfür die Sparren (mit geringerer Neigung) weiterführen. Wie genau die Ausführung dann erfolgt oder wie wir einen funktionierenden Regenschutz integrieren, wird sich noch zeigen.
Für die Bewässerung des Gartens und die Toiletten werden wir wahrscheinlich eine Regennutzungsanlage mit großer Zisterne einplanen. Jeder, der sich hiermit näher beschäftigt hat, kommt allerdings zu dem Schluss, dass Trinkwasser einfach noch viel zu billig ist, damit sich so eine Anlage rechnet. Bei langer Laufzeit der Geräte kommt man vielleicht etwa auf das gleiche Niveau. Gerade, wenn man die Möglichkeit hat, die Gartenbewässerung über einen gesonderten Zähler laufen zu lassen und sich somit die Kosten für das Abwasser spart, kann man gar nicht so viel gießen, dass es sich lohnt. Es sei denn, dass im Garten Reis angebaut wird…
Informationen über unsere Heizungsanlage und die ganzen technischen Details werden wir auf der Infoseite Haustechnik darstellen. Je nach Stand wird sowohl die Haustechnikseite als auch diese Hausseite nach und nach ergänzt.